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Künstler
Sens-A-Go
Veröffentlicht
1991
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Raumklangmusik – Atmosphäre neu erleben.

Die Bedeutung des Raumes, sein Einfluß auf die Musik ist in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten. Die heutige analoge und digitale Technik, die bei Livekonzerten und Tonaufzeichnungen jede Raumillusion künstlich erzeugen kann, hat den natürlichen Raum verdrängt: Der Raum wurde auf seine akustische Eigenschaft reduziert.

Vergessen wurde, daß der Raum in dem die Musik aufgeführt wird, nicht nur durch seine spezielle Klangfarbe, seinen Hallraum auf die Musikdarbietung einwirkt. Vielmehr hat jeder Raum seine eigene, einzigartige Atmosphären die direkten Einfluß auf die Musiker nimmt: sei es auf die Inspiration oder allgemein auf die Psyche desMusikers: Das sich die psychische Komponente zu einem erheblichen Teil auf die Qualität der Musikdarbietung auswirkt steht wohl außer Frage.

Sens-A-Go setzten sich nun dem Raum, seine Atmosphäre, bewußt als Ausgangsvoraussetzung. Seine Wirkung auf die Musiker nimmt direkten Einfluß auf die Musik, bildet sozusagen die Musik mit, formt sie. Das heißt: die Form der Musik ergibt sich aus dem Augenblick. Die einzigen musikalischen Ausgangsmaterialien sind feste Sequenzen, die, spontan für die Räumlichkeit ausgewählt, nur als Anfangsorientierung dienen. Der weitere Verlauf entsteht durch die Kommunikation zwischen den Musikern untereinander und dem Raum.

Somit ist eine weitere Eigenart der Raumklangmusik von Sens-A-Go, daß sie nicht reproduzierbar ist. Erstens, weil jeder Raum in dem man sie wiederholte, eine andere Atmosphäre hat, als der Raum, in dem sie entstanden ist und zweitens, reproduzierte man sie in dem gleichen Raum, so wäre es nicht das gleiche zeitliche Moment. Was bedeutet: Die Atmosphäre eines Raumes ist kein konstanter, fixer Zustand, sondern fließend.

Nun scheint es sicher verwunderlich, eine Musik, die nicht reproduzierbar ist und deren größte Faszination ohne Frage bei einem Konzert entsteht, auf einer CD zu veröffentlichen, wären da nicht zwei Umstände, die das Vorgehen nicht nur rechtfertigen, sondern geradezu fordern: Der einzigartige Ort und die spezielle Aufnahmetechnik.

Music By – Andreas Burckhardt (tracks: 1 to 12, 14), Eva Katrin Schifkowski (tracks: 1, 3 to 14) 
Text By – Eva Katrin Schifkowski (tracks: 3, 6, 9 to 14)
Mastered By – Ham Audio